SummerSchool »Mission & Kontext«

Kalender
SummerSchool
Datum
Mo, 4. Juli 2022 - Fr, 8. Juli 2022
Ort
Komensky Gäste- und Tagungshaus in Herrnhut

Beschreibung

Der Wandel der Gesellschaft fordert die Kirche heraus, denn er hat langfristige Folgen für das gesellschaftliche sowie für das kirchliche Leben. Nachhaltige Kirchen- und Gemeindeentwicklung sollte sich deshalb um zwei Größen bemühen: Einerseits muss die Kirche ihre eigene Mission und ihren Auftrag kennen und die damit verbundene Verantwortung ernst nehmen und gestalten. Andererseits müssen Ursachen, Dynamiken und Prozesse des gesellschaftlichen Wandels reflektiert werden. Dazu muss die Kirche den sie umgebenden Kontext analysieren, verstehen und auf diesen reagieren. Diese beiden Aspekte bilden die Schwerpunkte der SummerSchool. Sie bemüht sich darum, fundierte akademische Theologie und Soziologie mit den spezifischen Herausforderungen ehren- und hauptamtlichen Dienstes zu verbinden und dies mit Fragen nach der eigenen Spiritualität sowie der Persönlichkeit zu verknüpfen. Das IEEG hat sich in den letzten Jahren zu einem theologischen Zentrum in Fragen missionarischer und kontextueller Gemeindeentwicklung etabliert.

Prof. Dr. Michael Herbst, Dr. Felix Eiffler und Team vom IEEG
90 € (Teilnehmerbeitrag, Unterkunft und Essen)
03521/4706-53

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Berichte von der SummerSchool 2021 in Herrnhut

Das Neue in das Alte hinein bauen

Der Blick auf die Entwicklung der Gemeindegliederzahlen in den nächsten Jahrzehnten und die damit zusammenhängenden Auswirkungen kann ziemlich trüb stimmen. Doch die SummerSchool in Herrnhut blieb dabei nicht nur nicht stehen, sie setzte an einer anderen Stelle an. Denn Statistik und Analyse sind wichtig – aber wie geht’s weiter? Zentral war die Frage nach dem grundlegenden „Warum“ von Gemeinde, der Mission, und wie wir davon ausgehend das Neue in das Alte hineinbauen. Und da passt das Bild der Sommer-„Schule“ hervorragend: Gemeinsam und von Jesus lernen, wie wir Gemeinde heute bauen – mit dem einen Ohr bei Gott und seinem Auftrag und mit dem anderen nah bei den Menschen. Dabei wurde deutlich: Gemeinde heute hat nur Bestand, wenn sie sich neu bewusst wird, warum sie da ist, ihren je eigenen Kontext wahr- und ernstnimmt und Menschen befähigt, als mündige Christen zu leben. Um die thematischen Einheiten konkret werden zu lassen, fand ich es sehr hilfreich, dass wir zu zweit aus unserer Gemeinde dabei waren. Außerdem waren wir Teil einer mehrköpfigen Teilnehmergruppe aus dem Kirchenbezirk. So konnten wir die Themen gleich mit Blick auf unsere Region oder die Ortsgemeinde reflektieren. Super, dass dafür Zeit war! An manchen Punkten hätten noch ein paar konkrete Beispiele gutgetan, wie Gemeinden einen Aufbruch gewagt haben, oder Tools, die bei der Umsetzung in der eigenen Gemeinde helfen. Eine herausfordernde Frage ist für mich auch geblieben, wie wir Gemeinde jenseits von übervollen Veranstaltungskalendern und zunehmender Be- und Überlastung von haupt- und vor allem ehrenamtlich Mitarbeitenden denken können. Für mich war die SummerSchool insgesamt sehr ermutigend: Wir sind nicht nur Verwalter des Rückbaus. Wir können etwas tun. Und Gott ist schon längst am Werk. Für mich war klar: Den Spirit der SummerSchool will ich in meine Gemeinde hineintragen. Ich bin froh, dass in unserer Landeskirche an vielen Stellen etwas losgeht.

Marc Schneider, Pfarrer in der Ev.-Luth. Christuskirchgemeinde Bischofswerdaer Land



Mut zum Handeln

Dankbar schau ich auf eine Zeit zurück, in der ich lernen durfte –sowohl in Vorträgen als auch in vielen Gesprächen mit anderen. Es ist schön zu erleben, wie viele unterschiedliche Menschen unsere Landeskirche Kirche gestalten wollen; sich über neue Formen und Möglichkeiten Gedanken machen, um Menschen mit Glaube und Gott in Kontakt zu bringen. Neben vielen guten Impulsen bewegt mich der Gedanke des doppelten Hörens: Das bewusste Hören auf Gott, ihm Zeit und Möglichkeiten einzuräumen, Kirche durch Menschen zu gestalten. Und genauso das Hören auf die Menschen, die wir erreichen wollen. Sie wahrzunehmen und von ihnen und ihren Bedürfnissen aus zu denken und Angebote, Aktionen, Themen so zu planen, dass es ihnen entspricht und sie Kirche mitgestalten können. Und dieses Hören und Agieren sowohl in den bestehenden Gemeindeangeboten zu tun, als auch in neuen Formen. Damit kann eine Kirche entstehen, die sowohl Tradition pflegt, als auch neue Wege geht.

Ich glaube es braucht Mut, das Gehörte ernst zu nehmen und danach zu handeln – denn es ist immer mit Veränderung verbunden – und diesen Mut braucht es in den verschiedenen Ebenen unserer Landeskirche: sowohl an der Basis, als auch in der Leitung.

 

Tabea Schönfelder



Wir haben es in der Hand, Gottes Reich mitzugestalten

Gerade habe ich das Feedbackformular abgeschickt und konnte noch einmal die Summerschool 2021 Revue passieren lassen. Es war eine intensive und gute Woche, auf die ich mich schon sehr gefreut habe und diese Freude ist geblieben, denn immer wieder blitzt ein Gedanke oder ein Bild im Alltag auf, der mich inspiriert und weiterbringt.

Prof. Michael Herbst hat an einer Stelle gesagt: "Wir als Kirche sind richtig gut in Karfreitag, aber wir haben Nachholbedarf in Ostern!" Ich merke immer wieder, dass wir wirklich sehr schnell dabei sind, zu jammern und zu trauern und das ist auch richtig und wichtig, denn wir sind herausgefordert, Liebgewonnenes loszulassen, zu verändern oder wir verlieren es womöglich sogar - zumindest auf den ersten Blick. Die Woche in Herrnhut hat mir aber noch einmal deutlich gemacht, dass wir an dieser Stelle nicht stehen bleiben sollten, denn wir haben es in der Hand, Gottes Reich mitzugestalten und das ist eine grandiose Möglichkeit.

Wenn wir uns zusammen tun, gemeinsam mit anderen im Gebet verbunden sind, miteinander Ideen ins Leben rufen und ausprobieren, Fehler machen und immer wieder auf Gott hören, dann rückt Ostern, die Auferstehung, die Hoffnung, die Freude und letztlich Gott selbst wieder mehr in den Blick. Es geht gar nicht darum, dass immer alles überall gleich gemacht wird. Wir haben schließlich einen Gott, für den nichts unmöglich ist, warum sollten wir uns also beschränken? Das ist gerade meine Freude, dass ich zu diesem Gott gehöre, der auch heute noch wirkt und der sich mit uns auf den Weg macht und nach unterschiedlichen Wegen zu den Menschen sucht.

Sabrina Frank, Pfarrerin in der Kirchgemeinde Mülsen



Ein Cocktail wertvoller Erfahrungen

Ich bin als Kreativ-Unternehmer gerade in einer spannenden Phase. Mich beschäftigt die Frage, wie man Gott durch Kunst den Leuten bekannt machen kann. Wie können wir Menschen dazu inspirieren, zu glauben, zu hoffen und zu lieben in einer Welt, die manches Mal so trostlos und dunkel erscheint? Mit diesen Fragen bin ich auch zur SummerSchool gefahren und hoffte, dort ein paar Impulse mitnehmen zu können. In einer Woche Summer-School bekam ich eine gesamte Palette an Eindrücken mit. Angefangen mit den hochkarätigen Vorträgen rund um das Thema "Mission und Kontext", inspirierende Persönlichkeiten und die Gespräche in den Pausen vermixten sich zu einem Cocktail wertvoller Erfahrungen und führten dazu, dass ich nun gestärkter in die Zukunft blicken kann, um Menschen mit Gott durch Kunst in Kontakt zu bringen.

Tilmann Trittmacher, Unternehmer in der Kreativ und Digitalbranche



Standortinformationen

Komensky Gäste- und Tagungshaus in Herrnhut

Straße
Comeniusstraße 8
Stadt
02747 Herrnhut
Bundesland
Sachsen
Land
Deutschland

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